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<title>Nebel</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Nebel</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Unter <b>Nebel</b> (<a href="Althochdeutsche_Sprache" title="Althochdeutsche Sprache">althochdeutsch</a> <span lang="goh"><i>nebul</i></span>, <a href="Urgermanische_Sprache" title="Urgermanische Sprache">urgermanisch</a> <i>*nebulaz</i> m. ‚Nebel, Dunkelheit‘ und in allen <a href="Westgermanische_Sprachen" title="Westgermanische Sprachen">westgermanischen Sprachen</a> vertreten; verwandt z. B. mit <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">nebula</span> ‚Dunst, Nebel‘ und <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">Νεφέλη</span> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937631">
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</style><span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">nephélē</span> ‚Wolke, Gewölk‘<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>; <a href="Niederdeutsch" class="mw-redirect" title="Niederdeutsch">niederdeutsch</a> <i>Daak</i>) versteht man in der <a href="Meteorologie" title="Meteorologie">Meteorologie</a> einen Teil der Atmosphäre, in dem Wasser<a href="Tropfen" title="Tropfen">tröpfchen</a> fein verteilt sind und der in Kontakt mit dem Boden steht, wobei die Wassertröpfchen durch <a href="Kondensation" title="Kondensation">Kondensation</a> des Wassers der feuchten und <a href="S%C3%A4ttigung_(Physik)" title="Sättigung (Physik)">übersättigten</a> <a href="Luft" title="Luft">Luft</a> entstanden sind. Fachlich gesehen ist Nebel ein <a href="Aerosol" title="Aerosol">Aerosol</a>, in der meteorologischen Systematik wird er jedoch zu den <a href="Hydrometeor" title="Hydrometeor">Hydrometeoren</a> gezählt.
</p><p>Nebel ist deshalb sichtbar, weil Licht aufgrund der <a href="Mie-Streuung" title="Mie-Streuung">Mie-Streuung</a> <a href="Streuung_(Physik)" title="Streuung (Physik)">gestreut</a> wird, wodurch der <a href="Tyndall-Effekt" title="Tyndall-Effekt">Tyndall-Effekt</a> auftritt und die eigentlich farblosen Tröpfchen sichtbar werden. Erst bei einer <a href="Sichtweite" title="Sichtweite">Sichtweite</a> von weniger als einem Kilometer wird von Nebel gesprochen. Sichtweiten von einem bis etwa vier Kilometern gelten als <a href="Dunst_(Atmosph%C3%A4re)" title="Dunst (Atmosphäre)">Dunst</a>. Einen Nebel in räumlich sehr begrenzten Gebieten bezeichnet man als <i>Nebelbank</i> und einen Tag, an dem mindestens einmal ein Nebel aufgetreten ist, als <a href="Nebeltag" title="Nebeltag">Nebeltag</a>.
</p><p>Nebel wie Dunst unterscheiden sich von <a href="Wolke" title="Wolke">Wolken</a> nur durch ihren Bodenkontakt, sind jedoch ansonsten nahezu identisch mit ihnen. In ansteigendem Gelände kann daher eine Wolkenschicht in höheren Lagen zu Nebel werden. In der Luftfahrt spricht man in solchen Fällen von <i>aufliegender Bewölkung</i>.
</p><p>Bei einer Sichtweite von 500 bis 1000 Metern spricht man von einem <i>leichten</i>, bei 200 bis 500 Metern von einem <i>mäßigen</i> und bei unter 200 Metern von einem <i>starken</i> Nebel. Von Laien wird dabei meistens nur eine Sichtweite von unter 300 Metern auch als Nebel wahrgenommen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Allgemeine_Entstehungsbedingungen_und_Eigenschaften">Allgemeine Entstehungsbedingungen und Eigenschaften</h2></div>
<p>Nebel entsteht bei einer meistens <a href="Stabile_Atmosph%C3%A4renschichtung" class="mw-redirect" title="Stabile Atmosphärenschichtung">stabilen Atmosphärenschichtung</a>, wenn <a href="S%C3%A4ttigung_(Physik)" title="Sättigung (Physik)">wassergesättigte</a> Luft aufgrund unterschiedlicher Ursachen den <a href="Taupunkt" title="Taupunkt">Taupunkt</a> erreicht. Die Unterscheidung von Nebeln in bestimmte Arten wie Abkühlungs-, Verdunstungs- oder Mischungsnebel bezieht sich auf diese unterschiedlichen Ursachen und wird im Abschnitt <a href="#Nebelarten">Nebelarten</a> dargestellt.
</p><p>Die Sättigungsmenge der Luft, also die maximale <a href="Wasserdampf" title="Wasserdampf">Wasserdampf</a>menge, die die Luft enthalten kann, ohne dass Kondensation eintritt, ist dabei von vielerlei Faktoren abhängig. Auf sie wird im Artikel <a href="S%C3%A4ttigungsdampfdruck" title="Sättigungsdampfdruck">Sättigungsdampfdruck</a> eingegangen. Ein Absinken der Temperatur oder eine Erhöhung des absoluten Wassergehalts über die Sättigungskonzentration hinaus hat im Idealfall eine sofortige <a href="Kondensation" title="Kondensation">Kondensation</a> zur Folge, es bilden sich also kleine Wassertropfen. Inwieweit diese Kondensation aber wirklich sofort erfolgt oder ob erst <a href="%C3%9Cbers%C3%A4ttigung" title="Übersättigung">Übersättigung</a> eintritt, hängt dabei wesentlich von den <a href="Kondensationskern" class="mw-redirect" title="Kondensationskern">Kondensationskernen</a> ab. An ihnen kann sich der kondensierende Wasserdampf anlegen und geht damit wesentlich leichter in den flüssigen Aggregatzustand über, als es ohne Kondensationskerne der Fall wäre. Es handelt sich daher bei der Bildung von Nebeltropfen um eine heterogene <a href="Nukleation" class="mw-redirect" title="Nukleation">Nukleation</a>, die ohne Grenzflächen nicht möglich ist. So kann dann auch vor allem bei entsprechender <a href="Luftverschmutzung" title="Luftverschmutzung">Luftverschmutzung</a> eine Mischung aus Nebel, Rauch-, Ruß- und anderen Partikeln entstehen und zu einer überdurchschnittlichen Nebeldichte führen, man spricht dann von <a href="Smog" title="Smog">Smog</a>. Von besonderer Bedeutung sind auch die Oberflächeneigenschaften dieser Partikel, insbesondere deren <a href="Hygroskopie" title="Hygroskopie">Hygroskopie</a>.
</p><p>Wesentliche Faktoren, die über die Nebelbildung entscheiden, sind daher zum einen die Verfügbarkeit von Wasserdampf und zum anderen ein breites Spektrum an Faktoren wie Aerosolteilchenkonzentration, Temperaturverteilung, <a href="Orografie" class="mw-redirect" title="Orografie">Orografie</a> sowie die vor allem thermischen Oberflächeneigenschaften des entsprechenden Geländes.
</p>
<div style="box-sizing:border-box;clear:{{{clear}}}; max-width:100%;margin-top:0.1em; margin-bottom:0.1em; margin-left:auto; margin-right:auto;"><div class="thumbinner centered panorama" style="max-width:602px; width: 100%; width: inherit;"><div class="thumbimage noresize" style="overflow-y:hidden; overflow-x:scroll; overflow:auto; width:100%; width:inherit;"><span typeof="mw:File"></span></div><div class="thumbcaption" style="text-align: center;"><div style="float:right; margin:0 3px"><span class="skin-invert" typeof="mw:File"><a href="https://tools.wmflabs.org/zoomviewer/?flash=no&f=N%C3%A9boa+na+costa.+Peirao+do+Freixo+de+Sabardes.+Outes.+Galiza.jpg" title="Interaktiver Bildbetrachter" class="external"></a></span></div><div style="float:left; width:30px; height:12px;"></div>Hafen von O Freixo de Sabardes, Outes, Galicien</div></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tröpfchengröße_und_Nebeldichte"><span id="Tr.C3.B6pfchengr.C3.B6.C3.9Fe_und_Nebeldichte"></span>Tröpfchengröße und Nebeldichte</h3></div>
<p>Die Tröpfchendurchmesser innerhalb eines Nebels sind mit wenigen hundertstel Millimetern wesentlich geringer als in einer typischen Wolke, durch die unterschiedlichen Kondensationskerne schwanken sie jedoch auch stark zwischen den einzelnen <a href="Tropfen" title="Tropfen">Tropfen</a>. Dabei entscheidet deren Größe, ob ein Nebel nässend ist oder nicht. Ist er leicht nässend, so handelt es sich um eine Tröpfchengröße, die im Mittel 10 bis 20 μm nicht überschreitet, bei dichtem Nebel sind es eher 20 bis 40 μm. In Einzelfällen wurden auch schon Tröpfchengrößen von 100 μm festgestellt, dieses ist aber eine Ausnahmeerscheinung. Kleinere Tropfenradien weisen dabei auf maritime Bedingungen hin, größere Radien hingegen auf kontinentale Verhältnisse. Bei Nebel enthält ein Kubikmeter Luft in Form der Tröpfchen etwa 0,01 bis 0,3 Gramm kondensiertes Wasser.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aerodynamik">Aerodynamik</h3></div>
<p>Weil die Nebeltröpfchen einen sehr kleinen Durchmesser haben, haben sie eine sehr kleine <a href="Re-Zahl" class="mw-redirect" title="Re-Zahl">Re-Zahl</a> von weniger als 0,1. Es liegt daher eine laminare Strömung beim Sinken vor. Die Sinkgeschwindigkeit wächst nach dem <a href="Gesetz_von_Stokes" title="Gesetz von Stokes">Gesetz von Stokes</a> mit dem Quadrat des Durchmessers. Ein Tröpfchen mit einem Durchmesser von 20 µm hat nach Hoerner eine Sinkgeschwindigkeit von 10 mm/s.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ort_und_Auftreten">Ort und Auftreten</h3></div>
<p>Der meiste Nebel entsteht im Herbst dadurch, dass die kalte feuchte Luft auf den noch warmen Boden trifft, da in dieser <a href="Jahreszeit" title="Jahreszeit">Jahreszeit</a> durch <a href="Sonne" title="Sonne">Sonnen</a>einstrahlung tagsüber Wasser <a href="Verdunstung" title="Verdunstung">verdunstet</a>, die Luft sich abends aber so stark abkühlt, dass das Wasser wieder kondensiert. Auch durch die Sublimation von Eis und Schnee nimmt die Luft Wasser auf. Wenn es im <a href="Sommer" title="Sommer">Sommer</a> plötzlich zu einem Kaltlufteinbruch kommt oder nach Regen, kann auch in dieser Zeit Nebel auftreten, was jedoch nicht allzu häufig geschieht. Nebel schlägt sich bei Temperaturen über 0 <a href="Grad_Celsius" title="Grad Celsius">°C</a> an Pflanzen und anderen festen Oberflächen nieder. Liegt die Temperatur unter dem <a href="Gefrierpunkt" title="Gefrierpunkt">Gefrierpunkt</a>, so bildet sich <a href="Reif_(Niederschlag)" title="Reif (Niederschlag)">Reif</a>.
</p><p>Nebel kann in nahezu allen Klimazonen vorkommen und seinem Charakter nach sowohl sporadisch als auch regelmäßig bzw. lang- oder kurzlebig auftreten. Die höchste Nebelhäufigkeit zeigt sich dabei in feuchtereichen Gebieten und bei großen Temperaturschwankungen bzw. starker Abkühlung. Dieses ist besonders beim Zusammentreffen kalter und warmer Meeresströmungen sowie in <a href="Auftrieb_(Ozeanographie)" title="Auftrieb (Ozeanographie)">Auftriebsbereichen</a> der Fall. Die wahrgenommene Nebelhäufigkeit ist dabei jedoch an die Beobachtung gebunden, weshalb sie häufig in der Nähe von Siedlungsräumen gegenüber der tatsächlichen Nebelhäufigkeit erhöht scheint und weshalb man sie ohne empirische Basis als nebelreicher einschätzt. Auch die räumlichen Skalenbereiche können dabei stark schwanken, so kann ein Nebel eine horizontale Ausbreitung von wenigen hundert Metern, aber auch teilweise hunderten von Kilometern besitzen. Die Ausbreitung in der Vertikalen schwankt von einigen Dezimetern bis zu mehreren hundert Metern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Niederschlag_an_Oberflächen"><span id="Niederschlag_an_Oberfl.C3.A4chen"></span>Niederschlag an Oberflächen</h3></div>
<p>Bei völliger Windstille sinken die Nebeltröpfchen ab und schlagen sich an festen Oberflächen nieder. Bei leichter Luftbewegung ist der Abscheidegrad höher, weil die Luftbewegung trotzdem noch viel höher als die Sinkgeschwindigkeit der Tröpfchen ist. Besonders an großen Oberflächen, wie Nadelbäumen oder Getreide, ist der Abscheidegrad hoch. Entsprechende Anlagen werden zur Gewinnung von Wasser aus Nebel verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nebelnässe"><span id="Nebeln.C3.A4sse"></span>Nebelnässe</h3></div>
<p>Die Nebelnässe ist eine Niederschlagsform. Im Nebel befinden sich unterschiedlich große Tröpfchen. Die größeren Tröpfchen sinken schneller als die kleinen. Wenn ein größeres Tröpfchen auf ein kleines trifft, wird daraus ein noch größeres. Dieses neue Tröpfchen beschleunigt auf die Endgeschwindigkeit seiner Größe. Auf den Boden treffen daher größere Tröpfchen auf, als es der Verteilung in der Höhe entspricht. Die Niederschlagsmenge ist mit bis zu 0,12 l/m² je Stunde sehr gering.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nebelarten">Nebelarten</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Begriffe">Begriffe</h3></div>
<p>Nebel werden in der Meteorologie im Regelfall nach ihren Entstehungsbedingungen unterschieden, was jedoch auch nach sich zieht, dass viele Nebel nicht allein anhand ihres äußeren Erscheinungsbildes einer bestimmten Nebelart zugerechnet werden können. Auch existiert eine Vielzahl oft sehr unscharf definierter oder zumindest sehr unklar verwendeter Nebelbegriffe, insbesondere dann, wenn sich diese auf den Ort oder Zeitpunkt des Auftretens und nicht die Entstehungsursache eines Nebels beziehen. So unterscheidet man nach der Ursache im Wesentlichen Strahlungs-, Advektions-, Verdunstungs-, Mischungs- und orographische Nebel sowie als oft getrennt betrachtete Sonderform den Eisnebel. Daneben existieren jedoch auch eine Vielzahl anderer bekannter Begriffe wie Morgennebel, Bergnebel oder Seenebel, die sich in vielen Fällen nur schwer mit spezifischen Entstehungsbedingungen zur Deckung bringen lassen und oft zu Missverständnissen führen, welche Bezeichnung für welche generische Art von Nebel steht.
</p><p>Auch eine Unterscheidung nach <i>Boden-</i> und <i>Hochnebel</i> ist möglich, wobei die Oberseite des Bodennebels nach meteorologischer Definition unter der Augenhöhe des Beobachters mit einer Sichtweite von dadurch mehr als einem Kilometer liegen muss. Es ist auch möglich, den Bodennebel als Nebel mit Bodenkontakt zu definieren, was jedoch redundant zur Definition eines Nebels an sich ist. Das verbreitete Verständnis eines Hochnebels als Nebel mit fehlendem Bodenkontakt ist daher auch irreführend, da es sich im Regelfall um eine niedrige Wolke vom Typ <i><a href="Stratus" title="Stratus">Stratus</a></i> handelt, also nicht um Nebel im eigentlichen Sinne. Nur bei einigen Zwischenstadien von Nebeln, die an ihrer Basis aufgelöst wurden oder im Begriff sind, sich auf Bodenhöhe zu senken, spricht man auch in der Meteorologie von einem Hochnebel.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Strahlungsnebel">Strahlungsnebel</h3></div>
<p>Strahlungsnebel entstehen infolge der nächtlichen <a href="Ausstrahlung_(Atmosph%C3%A4re)" title="Ausstrahlung (Atmosphäre)">Ausstrahlung</a> der Erdoberfläche und treten daher vor allem im Herbst und im Winter bei windschwachen <a href="Wetterlage" title="Wetterlage">Wetterlagen</a> auf, wobei sie meistens mit einer <a href="Strahlungsinversion" class="mw-redirect" title="Strahlungsinversion">Strahlungsinversion</a> verbunden sind. Da sie auf einer Abkühlung der Luft bei gleichbleibender oder vernachlässigbar schwankender absoluter Luftfeuchtigkeit basieren, rechnet man sie auch zu den <i>Abkühlungsnebeln</i>.
</p><p>Besonders in <a href="Bew%C3%B6lkung" title="Bewölkung">unbewölkten</a> Nächten können sich die bodennahen Luftschichten stark abkühlen. Dadurch kondensiert der Wasserdampf in der Luft und es bildet sich ein schwacher, oft mehrschichtiger und kaum über eine Höhe von 100 Meter reichender Nebel, mit vergleichsweise geringer Tröpfchengröße. Am Vormittag löst sich dieser Nebel meistens rasch auf, da die hohe spezifische Oberfläche seiner Tropfen aufgrund des dann erhöhten <a href="S%C3%A4ttigungsdampfdruck" title="Sättigungsdampfdruck">Sättigungsdampfdrucks</a> eine rasche <a href="Verdunstung" title="Verdunstung">Verdunstung</a> ermöglicht. Nur im Winter ist die Einstrahlung der Sonne bisweilen nicht stark genug, um den Nebel aufzulösen. Das neblig-trübe Wetter bleibt dann in den Niederungen oftmals tagelang erhalten.
</p><p>Strahlungsnebel sind sehr instabile Gebilde und lösen sich in der Regel so schnell auf, wie sie gekommen sind. Sie treten meistens als <i><b>Früh</b></i>- bzw. <i><b>Morgennebel</b></i> auf, ihre Anfänge können jedoch durchaus schon im späten Nachmittag des Vortages liegen. Ob ein Strahlungsnebel entsteht oder nicht, ist dabei oft eine Frage von wenigen Zehntel Grad Celsius. Häufigkeit, Dichte und Mächtigkeit dieser Nebelart unterliegt daher großen Schwankungen. Die Vorhersagbarkeit des Phänomens ist dadurch vergleichsweise gering, wenn Strahlungsnebel auch so häufig sind, dass sich ein Tagesrhythmus ausbilden kann. Das Auftreten eines Strahlungsnebels ist dabei ein Signal für tiefe Temperaturen, insbesondere zeigen sich bei Kaltlufteinschlüssen in Geländeniederungen, beispielsweise in <a href="Becken_(Geologie)" class="mw-redirect" title="Becken (Geologie)">Beckenlagen</a>,<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> typischerweise abgeschnittene Nebelteppiche mit scharfen Konturen, die man dann auch als <i><b>Talnebel</b></i> bzw. bei sehr starker Ausprägung als <i><b>Nebelmeer</b></i> (englisch: <i>sea of clouds</i>) bezeichnet, siehe dazu: <i><b><a href="Hochnebel" title="Hochnebel">Hochnebel</a></b></i>.
</p><p>Eine besondere Form bilden auch die <i><b>Moornebel</b></i>, also Nebel, die über <a href="Moor" title="Moor">Mooren</a> auftreten und deshalb eine eigene Bezeichnung besitzen, weil die Nebelhäufigkeit hier besonders hoch ist. Ursache ist dabei die sehr rasche Auskühlung der Bodenoberfläche bedingt durch deren hohe <a href="Bodenfeuchte" title="Bodenfeuchte">Bodenfeuchte</a> und die damit schlechten <a href="W%C3%A4rmeleitung" title="Wärmeleitung">Wärmeleitungs</a>eigenschaften, nicht etwa eine durch das große Wasserangebot erhöhte Verdunstung. Ein Moornebel ist daher auch kein Verdunstungsnebel, denn die Luftfeuchtigkeit wird hier meistens vor der Nebelentstehung über Winde abgeführt. Die Nebelbildung selbst ist jedoch an Windstille geknüpft und erreicht selten Mächtigkeiten, die die Sichtweite eines Beobachters überschreiten. An diesem Beispiel zeigt sich, welche große Rolle der Bodenwärmehaushalt bei der Entstehung eines Strahlungsnebels spielt. Der gleiche Effekt ist in schwächerer Form auch bei <a href="Wiese_(Gr%C3%BCnland)" title="Wiese (Grünland)">Wiesen</a> zu beobachten, weshalb man bei ihnen auch von <i><b>Wiesennebel</b></i> spricht.
</p><p>Mit einer <a href="Albedo" title="Albedo">Albedo</a> von bis zu 0,90 zeigt Nebel allgemein eine außerordentliche Fähigkeit zur Reflexion des einfallenden Sonnenlichts. Diese steht in der Regel in einem scharfen Kontrast zur Umgebung mit einer Albedo von typischerweise etwa 0,2 bis 0,3. Die Folge ist gerade bei Strahlungsnebeln eine Tendenz zur Selbsterhaltung, denn die niedrigen Temperaturen, die erst zu seiner Entstehung geführt haben, werden durch die nun rapide abfallende <a href="Globalstrahlung" title="Globalstrahlung">Globalstrahlung</a> noch weiter gesenkt bzw. am Ansteigen gehindert. Auch ist die Ausstrahlung der Wassertröpfchen selbst besonders groß, was ein nächtliches Temperaturminimum an der Nebeloberseite zur Folge hat.
</p><p>Bei einer <a href="Stabile_Atmosph%C3%A4renschichtung" class="mw-redirect" title="Stabile Atmosphärenschichtung">stabilen Schichtung</a> der Atmosphäre am Boden und einer <a href="Inversionswetterlage" title="Inversionswetterlage">Inversion</a> in der Höhe, also einer Fumigation, sammeln sich an der Inversionsgrenze verstärkt Partikel unterschiedlichster Art an. Dieser in einiger Höhe befindliche Dunst kann mit seiner hohen Albedo nun nicht nur nebelerhaltend, sondern sogar nebelerzeugend wirken. Der Nebel, zunächst sogar streng genommen noch eine Wolke und bisweilen als <a href="Stratus" title="Stratus">Hochnebel</a> bezeichnet, sinkt dabei allmählich aus der Höhe der Inversion zum Erdboden hin ab und hält hier oft tagelang an.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Advektionsnebel">Advektionsnebel</h3></div>
<p>Ein <i>Advektionsnebel</i> oder <i>Berührungsnebel</i> ist eine weitere Form des Abkühlungsnebels, die in <a href="Mitteleuropa" title="Mitteleuropa">Mitteleuropa</a> üblicherweise im Winter auftritt und auf einer <a href="Advektion" title="Advektion">Advektion</a> (Heranführung) von <a href="Luftmasse_(Meteorologie)" title="Luftmasse (Meteorologie)">Luftmassen</a> beruht. Die Unterscheidung zum Mischungsnebel kann dabei unter Umständen schwierig sein, hier sollen jedoch alle Nebelformen, die maßgebend durch Advektions- und teilweise auch durch Mischungsprozesse geprägt sind, zu den Advektionsnebeln gezählt werden.
</p><p>Advektionsnebel kommen dadurch zustande, dass feuchte Warmluft vom Süden in die kälteren Gebiete im Norden strömt und dabei eine bodennahe Kaltluftschicht aufwirbelt. Die Warmluft wird dabei abgekühlt, weshalb es in der Folge zur Kondensation und damit Tröpfchenbildung kommt. Wenn dann eine Hochdrucklage entsteht, kann dieser Nebel Tage bis Wochen überdauern, ohne von der Sonne aufgelöst werden zu können. Erst bei einem weiteren Luftaustausch verschwindet er wieder, denn es handelt sich nicht nur um die langanhaltendste Nebelform, auch Mächtigkeiten von mehreren hundert Metern sind keine Seltenheit.
</p><p>Ein Sonderfall des Advektionsnebels ist der <i>Küsten</i>- oder <i>Seenebel</i>. Die Wasseroberflächen sind besonders im Frühling meistens deutlich kühler als die Landoberflächen. Kommt es dann zu einer Advektion der über dem Land befindlichen warmen Luftmassen, so kühlen sich diese über dem Wasser schnell ab. Die nach Erreichen des Taupunkts gebildeten Wassertropfen lagern dann als dünne Nebelschicht über der Wasserfläche, wobei man dann auch von einem <i>Kaltwassernebel</i> spricht. In Deutschland ist diese Nebelform vor allem im Spätfrühling an der <a href="Ostsee" title="Ostsee">Ostsee</a> anzutreffen und durch Advektion warmer Luft aus dem südeuropäischen Raum bedingt. Besonders folgenreich ist diese Nebelform dann, wenn es am Tag durch eine Erwärmung im Landesinneren zu <a href="Seewind" class="mw-redirect" title="Seewind">Seewind</a> kommt. Der eigentlich über dem Wasser lagernde Nebel wird dann an die Küsten advehiert und kann mehrere Kilometer ins Landesinnere reichen. Ein solcher Küstennebeleinbruch ist von einem erheblichen Wechsel von Sicht- und Temperaturbedingungen geprägt und tritt zudem überaus plötzlich auf, kann also zu erheblichen Gefahren vor allem im Straßenverkehr führen. Zudem ist durch die vergleichsweise kleinen Tröpfchengrößen des Küstennebels eine erhebliche <a href="Helligkeit" title="Helligkeit">Helligkeitsreduktion</a> zu erwarten. Die vor allem im Herbst anzutreffende Situation noch recht warmer Wassertemperaturen und vergleichsweise kalter Luft führt zum <i>Warmwassernebel</i>, bei dem im Regelfall Mischungsprozesse dominieren, weshalb er auch hier eher den Mischungsnebeln zugeordnet wird.
</p><p>Ebenso können unterschiedlich temperierte <a href="Meeresstr%C3%B6mung" title="Meeresströmung">Meeresströmungen</a> zu einem Advektionsnebel führen, sofern die Luft von der warmen zur kalten Wasseroberfläche strömt. Diese als <i>Meernebel</i> bezeichnete Erscheinung zeigt sich zum Beispiel in <a href="Neufundland" title="Neufundland">Neufundland</a>, also bei Kontakt des <a href="Labradorstrom" title="Labradorstrom">Labradorstroms</a> mit dem <a href="Golfstrom" title="Golfstrom">Golfstrom</a>. Der sehr bekannte Neufundlandnebel ist dabei einer der dauerhaftesten und dichtesten Nebel überhaupt. In den <a href="Aleuten" title="Aleuten">Aleuten</a> tritt diese Nebelform durch den Kontakt der Meeresströmungen <a href="Oyashio" title="Oyashio">Oyashio</a> und <a href="Kuroshio" title="Kuroshio">Kuroshio</a> ebenfalls häufiger auf.
</p><p>Auch in <a href="Auftrieb_(Ozeanographie)" title="Auftrieb (Ozeanographie)">Auftriebsbereichen</a> kommt es häufig zur Nebelbildung, zum Beispiel mit dem <a href="Kalifornienstrom" title="Kalifornienstrom">Kalifornienstrom</a>, dem <a href="Humboldtstrom" title="Humboldtstrom">Humboldtstrom</a> oder dem <a href="Benguela-Strom" class="mw-redirect" title="Benguela-Strom">Benguela-Strom</a>. Eine letzte Form bildet schließlich ein in Richtung von Inlandeismassen gerichteter Luftstrom, meistens vom Meer her. Hier kommt es ebenfalls zu einer Abkühlung der Luftmassen und es entsteht zum Beispiel der Grönlandnebel. In einer geringeren Ausprägung zeigt sich dieser Effekt auch bei weniger extremen Gegensätzen, zum Beispiel bei einer ungleichmäßig einsetzenden <a href="Schneeschmelze" title="Schneeschmelze">Schneeschmelze</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Orografischer_Nebel">Orografischer Nebel</h3></div>
<p>Ein <i>Bergnebel</i> oder in seiner meteorologisch exakten Bezeichnung <i><a href="Orografie" class="mw-redirect" title="Orografie">orografischer</a> Nebel</i> bildet sich dann, wenn feuchte Luft unter <a href="Atmosph%C3%A4rischer_Temperaturgradient" title="Atmosphärischer Temperaturgradient">adiabatischer Abkühlung</a> an Hängen aufsteigt. Er wird daher auch zu den Abkühlungsnebeln gezählt, die Abkühlung erfolgt hier jedoch aufgrund der Erniedrigung des <a href="Luftdruck" title="Luftdruck">Luftdrucks</a> und nicht über die Ausstrahlung oder Advektion. Zu dieser Nebelform kommt es nur dann, wenn das <a href="Kondensationsniveau" title="Kondensationsniveau">Kondensationsniveau</a> unterhalb des Gipfels bzw. Grats liegt. Stabile orographische Nebel existieren überall dort, wo eine ebenso stabile Windströmung beständig Luftmassen an ein Gebirge führt, wobei man dann jedoch auch ebenso von einem Advektionsnebel sprechen kann. Dieses ist vor allem in Regionen mit <a href="Passatwind" class="mw-redirect" title="Passatwind">Passateinfluss</a> der Fall, also zum Beispiel in den südlichen <a href="Anden" title="Anden">Anden</a> oder in <a href="Madagaskar" title="Madagaskar">Madagaskar</a>. Sie treten auch in den <a href="Alpen" title="Alpen">Alpen</a> und deutschen <a href="Mittelgebirge" title="Mittelgebirge">Mittelgebirgen</a> auf, dann jedoch meistens nur bei einzelnen Wetterlagen über kurze Zeiträume.
</p><p>Die Entstehung eines orografischen Nebels ist prinzipiell identisch mit einer durch Hebung entstandenen Wolke und man könnte daher auch von einem Hebungsnebel sprechen. Hebungsprozesse treten dabei zwar nicht nur an orografischen Hindernissen auf, nur dort aber steigt die Erdoberfläche mit an und ermöglicht damit eine durchweg oberflächengebundene Kondensation. Trotzdem ist diese Definition allgemeiner und in besonderen Fällen kann auch eine anderweitige Nebelentstehung vorkommen. Dieses ist zum Beispiel bei kleinskaligen Konvektionen der Fall, wie sie bei Mischungsnebeln eine Rolle spielen. Auch Hebungsprozesse beim Durchzug einer Warmfront können kurzfristige Nebelereignisse bedingen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verdunstungsnebel">Verdunstungsnebel</h3></div>
<p>Im Gegensatz zu den bisherigen Nebelformen, die allesamt mit einer Abkühlung verbunden waren, handelt es sich bei dem <i>Verdunstungsnebel</i> um eine Nebelart, die durch die Erhöhung der absoluten <a href="Luftfeuchtigkeit" title="Luftfeuchtigkeit">Luftfeuchtigkeit</a> und damit des Taupunkts hervorgerufen wird. Dieses wird durch eine verstärkte <a href="Verdunstung" title="Verdunstung">Verdunstung</a> erreicht, während die Temperatur des Luftpakets konstant bleibt bzw. sich nur unmaßgeblich ändert.
</p><p>In der Natur tritt dieses vor allem bei herbstlich warmen Seen auf, wobei man dann von einem <i>Dampfnebel</i> spricht (auch <i>Fluss</i>- oder auf dem Meer <i>Seenebel</i>, beziehungsweise <i>Seerauch</i> oder <i>Meerrauch</i>). Auch wenn feuchte Luft gemäßigter Temperaturen über eine Schneedecke oder einen gefrorenen Boden streicht und durch deren Erwärmung die Verdunstungsrate steigert, kann eine solche Nebelart entstehen. Diese spezielle Form bezeichnet man als <i>Tauwetternebel</i>.
</p><p>Eine Sonderform bilden die <i>Frontnebel</i>, die sich vorwiegend als schmale Nebelstreifen vor einer <a href="Warmfront" title="Warmfront">Warmfront</a> oder nach einer <a href="Kaltfront" title="Kaltfront">Kaltfront</a> bilden, seltener auch direkt beim Frontdurchzug. Die ersten beiden Typen werden durch Regen hervorgerufen, der in kältere Luftmassen fällt und dabei teilweise verdunstet. Der Nebel beim Frontdurchzug selbst ist jedoch eher durch Mischungs- oder Abkühlungsprozesse gekennzeichnet, stellt also meistens keinen Verdunstungsnebel dar.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mischungsnebel">Mischungsnebel</h3></div>
<p>Mischungsprozesse spielen bei vielen Nebelarten eine Rolle und sind daher in der hier gewählten Einteilung nicht klar abgrenzbar. Die Mischung von zwei Luftmengen wird mit dem <a href="Mollier-h-x-Diagramm" title="Mollier-h-x-Diagramm">Mollier-h-x-Diagramm</a> berechnet. Weil die Nebelgrenze eine Kurve ist, kann sich auch aus der Mischung von zwei nicht gesättigten Luftmengen Nebel bilden. Das Grundprinzip ist dabei immer das gleiche: Luftmengen mit unterschiedlichem Feuchtgehalt und/oder unterschiedlicher Temperatur durchmischen sich und gleichen ihre Temperaturen dadurch an, was unter bestimmten Umständen eine Unterschreitung des Taupunkts zur Folge haben kann. Zu einer solchen Unterschreitung kommt es jedoch im Regelfall durch eine Kombination des Mischungseffekts mit anderen Prozessen, nicht durch die Mischung allein. Da die Mischung selbst weder mit einer Ausstrahlung, adiabatischen Abkühlung oder zusätzlicher Verdunstung verbunden ist, muss sie dennoch als eigener Aspekt berücksichtigt werden. Wesentlich ist dabei, dass sich die Luft allgemein nur recht langsam durchmischt und einen schlechten Wärmeleiter darstellt. Dieses ist auch der Grund, warum Mischungsprozesse in der Regel mit Advektion oder Konvektion von Luftmassen verbunden sind und hier fast immer eine Rolle spielen.
</p><p>Ein <i>Mischungsnebel</i> im engeren Sinne tritt vor allem in herbstlich kühlen Nächten über noch im Vergleich zur Umgebung wärmeren Gewässern auf, die dann zu „dampfen“ scheinen. Seine typisch wirbelartigen Formen entstehen durch einen mehrstufigen Prozess.
</p><p>Zunächst dringt kältere Luft von außerhalb auf das Gewässer vor und erwärmt sich über diesem. Dieses hat eine Senkung der relativen Luftfeuchtigkeit zur Folge, da warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte Luft. Dadurch kommt es jedoch auch über die Verdunstung wieder zu einem Anstieg oder zumindest einer Stabilisierung der relativen Luftfeuchte. Die inzwischen hohen Temperaturen der Luft nahe der Wasseroberfläche stehen im Kontrast zur weiter oben gelegenen und nicht von der Wasserfläche erwärmten Umgebungsluft, es herrscht also eine <a href="Labile_Atmosph%C3%A4renschichtung" class="mw-redirect" title="Labile Atmosphärenschichtung">labile Atmosphärenschichtung</a>.
</p><p>Aufgrund der hierdurch einsetzenden <a href="Konvektion" title="Konvektion">Konvektion</a> beginnt die Luft zu steigen. In der Folge kommt es zu einer Durchmischung der beiden Luftschichten, wobei sich deren Temperaturen angleichen und die ursprünglich oberflächennahe Luft abkühlt. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt nun rasant an und es kommt dann auch recht schnell zur Kondensation. Da die entstehenden Wassertröpfchen in den Luftturbulenzen starken Bewegungen unterliegen, entsteht für den Beobachter der Effekt des <i>See-</i> oder <i>Meerrauchens</i>. Die erwärmte Luftschicht ist dabei meistens sehr dünn und der Effekte daher auch nur bis in einige Meter Höhe beobachtbar. Sehr großflächig zeigt sich dieses bei warmen Meeresströmungen, die bis in kältere Gebiete reichen, zum Beispiel beim Golfstrom an der Küste Skandinaviens.
</p><p>Der gleiche Effekt zeigt sich auch in anderen Zusammenhängen, meistens bei einer starken Sonneneinstrahlung und der damit verbundenen hohen Verdunstungsrate im Anschluss an einen Regenschauer. Hier können Hausdächer, Straßen und auch die Erdoberfläche Dampfschwaden bilden. Ein verwandter Effekt ist der <a href="Lake_effect_snow" class="mw-redirect" title="Lake effect snow">lake effect snow</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Eisnebel">Eisnebel</h3></div>
<p>Beim <i>Eisnebel</i> schweben im Gegensatz zu normalem Nebel keine Wassertröpfchen, sondern kleine <a href="Eis" title="Eis">Eiskristalle</a> in der Luft. Ein Eisnebel entsteht, wenn der Wasserdampf in sehr kalter Luft von in der Regel unter −20 °C direkt zu Eiskristallen <a href="Sublimierung_(Physik)" class="mw-redirect" title="Sublimierung (Physik)">resublimiert</a>, das heißt <i>ohne</i> den Umweg über die Kondensation zu flüssigem Wasser. Je kälter es dabei ist, desto häufiger tritt Eisnebel auf, bei Temperaturen unter −45 °C und dem Vorhandensein einer Wasserdampfquelle dann fast zwingend.
</p><p>In der Natur treten Eisnebelfelder überall da auf, wo seine Entstehungsbedingungen zusammentreffen, also niedrige Temperaturen einerseits und ein Wasserangebot andererseits. Da die Wassermengen hierzu aufgrund der extrem geringen Sättigungsmenge nicht sonderlich groß sein müssen, kommen neben offenen Wasserflächen auch anthropogene Emissionen, vulkanische Aktivitäten oder sogar Tierherden in Frage. Im größeren Maßstab sind Eisnebel vor allem über dem <a href="Arktischer_Ozean" title="Arktischer Ozean">Polarmeer</a> zu beobachten, sie zeigen sich jedoch auch in den <a href="Fjord" title="Fjord">Fjorden</a> <a href="Norwegen" title="Norwegen">Norwegens</a> und in <a href="Alaska" title="Alaska">Alaska</a> recht häufig.
</p><p>Eisnebel stellen einen Sonderfall dar, denn sie sind wie dargelegt nicht an Kondensationsprozesse geknüpft. Sie werden daher entweder als besondere Form dem Nebel zugerechnet oder als eigene Form vom Nebel abgegrenzt. Je nachdem welche Definition genutzt wird, ist es daher möglich, das Vorhandensein von Kondensationsprozessen in die Definition des Nebelbegriffs mit einzuschließen oder nicht. Eisnebel kann dabei recht eindeutig von normalem Nebel unterschieden werden, da nur bei ihm <a href="Halo_(Lichteffekt)" title="Halo (Lichteffekt)">Haloerscheinungen</a> auftreten und auch die Reduktion der Sichtweite normalerweise nicht zu einer Verdeckung der Sonne führt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Turbulenznebel">Turbulenznebel</h3></div>
<p>Normalerweise wirken kräftige Turbulenzen nebelauflösend. Sie können jedoch auch Nebel produzieren. Das ist dann der Fall, wenn die Turbulenzen die feuchte Luft aus tiefen Wolken bis auf den Erdboden transportieren. Wenn die Temperaturzunahme nach unten hin nicht zu groß ist, kann aus den Wolken Turbulenznebel werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Saurer_Nebel">Saurer Nebel</h3></div>
<p>Weil sich die Luftschadstoffe in der im Vergleich zum sauren Regen viel kleineren Wassermenge stärker konzentrieren, ist der <a href="PH-Wert" title="PH-Wert">pH-Wert</a> im Nebel viel niedriger. Beim Niederschlag auf Pflanzen und Gegenständen wirken sich die im Nebel enthaltenen Säuren daher viel stärker aus. Bei leichtem Nebel wurde ein pH-Wert von 2 gemessen (etwa wie Essig).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beobachtung">Beobachtung</h2></div>
<p>Die Beobachtung von Nebel kann sich auf eine Vielzahl von Parametern beziehen und auch durch eine Vielzahl von Methoden erfolgen, zielt aber im Wesentlichen auf die folgenden Größen ab: Nebelhäufigkeit, Zeitpunkt und Dauer des Auftretens, Nebeldichte sowie vertikale und horizontale Erstreckung des Nebels. Diese Größen können lokal für eine Messstation oder regional auf Basis mehrerer Einzelmessungen bestimmt werden.
</p><p>Als Maß für die Nebeldichte und damit das wichtigste Kriterium eines Nebels, über das sich bei fortwährender Beobachtung auch Nebelhäufigkeit und Dauer ergeben, dient im Regelfall die Sichtbeeinträchtigung eines Beobachters mit Blickrichtung zum <a href="Azimut" title="Azimut">Azimut</a>. Gerade bei regelmäßigen Messungen von Flug- und Seehäfen bedient man sich jedoch automatisierter bzw. elektronischer Messverfahren, zum Beispiel <a href="Transmissiometer" class="mw-redirect" title="Transmissiometer">Transmissiometer</a>, ASOS (automated surface observing system) und <a href="Fernerkundungsdaten" title="Fernerkundungsdaten">Fernerkundungsdaten</a>. Letztere können auch die Ausdehnung des Nebels erfassen und beinhalten <a href="Satellit_(Raumfahrt)" title="Satellit (Raumfahrt)">Satelliten</a>-, <a href="Radar" title="Radar">Radar</a>- und <a href="Lidar" title="Lidar">Lidar</a>messungen. Insbesondere Satellitendaten gewinnen dabei mit zunehmender Verbesserung der Auflösung immer mehr an Bedeutung. Sie sind jedoch auch nicht unproblematisch, da im Infrarotbereich ein Minimum an Temperaturunterschieden notwendig ist und der Nebel im sichtbaren Bereich durch Wolken verdeckt werden kann.
</p><p>In der Synoptik nutzt man die folgenden durch die <a href="World_Meteorological_Organization" class="mw-redirect" title="World Meteorological Organization">World Meteorological Organization</a> definierten Symbole zur Codierung eines nebligen Wetterzustands innerhalb einer <a href="Wetterkarte" title="Wetterkarte">Wetterkarte</a>. Der zugeordnete Zahlenschlüssel unterhalb des Symbols gilt sowohl für den <a href="SYNOP" title="SYNOP">SYNOP</a>-Code als auch für den <a href="METAR" title="METAR">METAR</a>.
</p><p>Alle Symbole siehe: <a href="Wetterkarte#Genauere_Wetterkarten_und_Wetterkartensymbole" title="Wetterkarte">Wetterkarte#Genauere Wetterkarten und Wetterkartensymbole</a>
</p>
<table class="wikitable center">
<tbody><tr>
<th style="width:10%">Symbol
</th>
<th style="width:10%">SYNOP
</th>
<th style="width:80%">Beschreibung
</th></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>40
</td>
<td style="text-align:left">Nebel in einiger Entfernung, hat den Beobachter aber in der letzten Stunde nicht erreicht. Die Höhenlage des Nebels liegt über der des Beobachters.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>47
</td>
<td style="text-align:left">Himmel von Nebel oder Eisnebel verdeckt, wobei dieser in der letzten Stunde dichter wurde.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>45
</td>
<td style="text-align:left">Himmel von Nebel oder Eisnebel verdeckt, wobei sich in der letzten Stunde keine Änderungen zeigten.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>43
</td>
<td style="text-align:left">Himmel von Nebel oder Eisnebel verdeckt, wobei dieser in der letzten Stunde dünner wurde.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>46
</td>
<td style="text-align:left">Himmel trotz Nebel oder Eisnebel sichtbar, wobei dieser in der letzten Stunde dichter wurde.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>44
</td>
<td style="text-align:left">Himmel trotz Nebel oder Eisnebel sichtbar, wobei sich in der letzten Stunde keine Änderungen zeigten.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>42
</td>
<td style="text-align:left">Himmel trotz Nebel oder Eisnebel sichtbar, wobei dieser in der letzten Stunde dünner wurde.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>28
</td>
<td style="text-align:left">Nebel hat sich vor einer Stunde aufgelöst.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>12
</td>
<td style="text-align:left">Zusammenhängende Nebelschicht mit weniger als zwei Metern Höhenausdehnung an der Wetterstation.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>11
</td>
<td style="text-align:left">Nebel mit weniger als zwei Metern Höhenausdehnung in einzelnen Schwaden oder Bänken an der Wetterstation.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>41
</td>
<td style="text-align:left">Nebel oder Eisnebel in Schwaden, daher stark schwankende Sichtweiten.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>48
</td>
<td style="text-align:left">Nebel oder Eisnebel mit <a href="Raufrost" class="mw-redirect" title="Raufrost">Raufrost</a>- oder <a href="Klareis" title="Klareis">Klareisbildung</a> bei sichtbarem Himmel.
</td></tr>
<tr>
<td><span typeof="mw:File"></span>
</td>
<td>49
</td>
<td style="text-align:left">Nebel oder Eisnebel mit Raufrost- oder Klareisbildung bei bedecktem Himmel.
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutung_und_Anwendungen">Bedeutung und Anwendungen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Meteorologie">Meteorologie</h3></div>
<p>In der Meteorologie hat der Nebel recht unterschiedliche Bedeutungen. Je nach Entstehung kann er als Anzeichen einer bestimmten <a href="Wetterlage" title="Wetterlage">Wetterlage</a> interpretiert werden und ist damit ein wichtiges Hilfsmittel der Wetterbeobachtung. Durch seine hohe <a href="Albedo" title="Albedo">Albedo</a> hat er jedoch auch einen lokalen Einfluss auf die <a href="Strahlungsbilanz" title="Strahlungsbilanz">Strahlungsbilanz</a>, was zum Beispiel im Zusammenhang mit <a href="Frost" title="Frost">Frost</a> wichtig ist.
</p><p>Eine eher ästhetische Bedeutung besitzt der <a href="Nebelbogen" title="Nebelbogen">Nebelbogen</a>, eine Sonderform des <a href="Regenbogen" title="Regenbogen">Regenbogens</a> bei kleinen Tröpfchengrößen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nebeldepositionen">Nebeldepositionen</h3></div>
<p>Nebel selbst ist kein <a href="Niederschlag" title="Niederschlag">Niederschlag</a>. Es gibt jedoch verschiedene Niederschlagsarten, die direkt an Nebel gekoppelt sind.
</p><p>Man unterscheidet die <a href="Nebeltraufe" title="Nebeltraufe">Nebeltraufe</a> als flüssigen Niederschlag von den festen Niederschlägen in Form von <a href="Raufrost" class="mw-redirect" title="Raufrost">Raufrost</a> oder <a href="Klareis" title="Klareis">Klareis</a>. Sie alle gehören zur Gruppe der <i>abgefangenen Niederschläge</i>, die mengenmäßig nur unzureichend gemessen werden können. Dies bedeutet unter bestimmten Umständen ein erhebliches Problem bei der Erstellung einer detaillierten <a href="Wasserbilanz" title="Wasserbilanz">Wasserbilanz</a>.
</p><p>Die hohe Luftfeuchtigkeit bei Nebel führt auch zur verstärkten Bildung <i>abgesetzter Niederschläge</i> wie <a href="Tau_(Niederschlag)" title="Tau (Niederschlag)">Tau</a> oder <a href="Reif_(Niederschlag)" title="Reif (Niederschlag)">Reif</a>.
</p><p>In jüngerer Zeit wurden Techniken entwickelt, die es ermöglichen, aus Nebel Wasser zu gewinnen. Dazu werden Netze oder Folien großflächig aufgespannt, an denen sich Nebel anlagert und das Gewebe hinunter rinnt. Der Ertrag an Wasser je aufgespannter Flächeneinheit ist erstaunlich hoch. In Südamerika gibt es Küstenstädte, die aufgrund der Erschließung dieser Ressource durch Anlagen auf naheliegenden Gebirgszügen zu einer wortwörtlichen Blüte gelangt sind. Die natürlichen Niederschläge sind in diesen Regionen eher karg. Mit zum Erfolg beigetragen hat nicht zuletzt der ständige Wind vonseiten des Meeres, der permanent neue Luftfeuchtigkeit nachliefert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nebelwälder_und_Nebelwüsten"><span id="Nebelw.C3.A4lder_und_Nebelw.C3.BCsten"></span>Nebelwälder und Nebelwüsten</h3></div>
<p><i><a href="Nebelwald" class="mw-redirect" title="Nebelwald">Nebelwälder</a></i> sind Wälder, in denen es auf Grund ihrer Lage häufig zu Nebel kommt. Das kann beispielsweise an den Hängen großer Gebirge in Höhen über 2000 m in Südamerika sein, wo es viele <a href="Epiphyt" title="Epiphyt">Epiphyten</a> gibt, die so unabhängig von der <a href="Regenzeit" title="Regenzeit">Regenzeit</a> ganzjährig an Wasser kommen. Dazu gehören viele Moose, Farne und höhere Pflanzen wie beispielsweise <a href="Orchideen" title="Orchideen">Orchideen</a>. Ebenfalls finden sich hier einige endemische Tierarten, wie der <a href="Quetzal_(Vogel)" title="Quetzal (Vogel)">Quetzal</a>, Guatemalas Nationalvogel.
</p><p>Weitere stark vom Nebel beeinflusste Gebiete bilden die <i><a href="Nebelw%C3%BCste" title="Nebelwüste">Nebelwüsten</a></i>, dabei insbesondere die <a href="Namib_(W%C3%BCste)" class="mw-redirect" title="Namib (Wüste)">Namib</a>. Diese Wüste gehört mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 20 mm im Jahr zu den trockensten Orten überhaupt. Allerdings gibt es an bis zu 200 Tagen im Jahr Morgennebel bis zu 100 km landeinwärts und so finden sich hier Pflanzen und Tiere, die den Nebel als Wasserquelle nutzen können. Am bekanntesten sind <a href="Schwarzk%C3%A4fer" title="Schwarzkäfer">Schwarzkäfer</a>, die auf hohen Dünenkämmen einen Kopfstand machen und so Kondenswasser aufsammeln. Auch die <a href="Welwitschie" title="Welwitschie">Welwitschie</a> profitiert durch ihr über eine riesige Fläche ausgebreitetes Wurzelwerk vom Tau. Die <a href="Atacamaw%C3%BCste" class="mw-redirect" title="Atacamawüste">Atacama</a> in Südamerika ist ebenfalls eine Nebelwüste und auch hier gibt es pflanzliche Spezialisten wie einige Blumennesselgewächse, an deren dichtem Haarkleid Nebel aus der Luft kondensiert und an der Pflanze herunter zu den Wurzeln rinnt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fortbewegung_im_Nebel">Fortbewegung im Nebel</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zu_Fuß"><span id="Zu_Fu.C3.9F"></span>Zu Fuß</h4></div>
<p>Zu beachten ist zunächst die allgemeine Orientierungslosigkeit, die ein sehr dichter Nebel zur Folge hat. Diese Gefahr besteht allgemein für jede Art der Fortbewegung im Nebel, ganz besonders aber für Wanderer und Bergsteiger im freien Gelände. Bei diesen besteht zwar aufgrund der geringen Geschwindigkeit keine direkte Gefahr durch übersehene Hindernisse und Kollisionen, wie es etwa bei der Nutzung von Fortbewegungsmitteln der Fall ist, die im Verbund mit dem Nebel oft sehr niedrigen Temperaturen lassen jedoch vor allem im Winter einen unter anderen Umständen harmlosen Orientierungsverlust schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation werden. Gerade in dünnbesiedelten Regionen und insbesondere Gebirgen, <a href="Moor" title="Moor">Mooren</a> und <a href="Marsch_(Schwemmland)" class="mw-redirect" title="Marsch (Schwemmland)">Marschen</a> empfiehlt es sich daher, bei Nebel an Ort und Stelle zu verbleiben. Eine besondere Gefahr bedeutet Nebel im <a href="Watt_(K%C3%BCste)" title="Watt (Küste)">Watt</a>. Hier kann der orientierungslose Wattwanderer schnell ein Opfer der aufsteigenden Flut werden. Daher sollte nur bei stabilen nebelfreien Wetterlagen und mit einem erfahrenen Führer eine Wattwanderung unternommen werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Straßenverkehr"><span id="Stra.C3.9Fenverkehr"></span>Straßenverkehr</h4></div>
<p>In der <a href="Verkehrsmeteorologie" title="Verkehrsmeteorologie">Verkehrsmeteorologie</a> spielt der Nebel durch die Einschränkung der <a href="Sichtweite" title="Sichtweite">Sichtweite</a> und die damit verbundene Wirkung vor allem auf den Straßenverkehr eine Rolle. Besonders plötzlich auftretende Nebelbänke sind eine häufige Ursache von <a href="Autounfall" class="mw-redirect" title="Autounfall">Autounfällen</a> und <a href="Massenkarambolage" title="Massenkarambolage">Massenkarambolagen</a>, weshalb bei dichtem Nebel die Verwendung von <a href="Nebelschlussleuchte" title="Nebelschlussleuchte">Nebelschlussleuchten</a> ratsam ist. Bei Sichtweiten über 50 m ist deren Einsatz jedoch verboten, weil sie blendend auf den nachfolgenden Verkehr wirken. Sichtweiten von 150 m und weniger bedeuten eine Beschränkung der Geschwindigkeiten auf Autobahnen. Ab 100 m muss auch auf Landstraßen langsamer gefahren werden. Bei unter 50 m Sicht ist der Verkehr generell stark beeinträchtigt. Die empfohlenen Höchstgeschwindigkeiten betragen nach Faustregel in den drei Fällen 100, 80 und 50 km/h. Sinkt die Sichtweite weiter, ist das Tempo anzupassen oder im Extremfall der Betrieb des Fahrzeugs ganz einzustellen.
</p><p>Nebel beeinflusst weiterhin die Geschwindigkeitswahrnehmung des Fahrers, so dass dieser den Eindruck hat, er fahre langsamer, als es tatsächlich der Fall ist. Bei unzureichender Nutzung des <a href="Tachometer" title="Tachometer">Tachometers</a> ist eine zu hohe Geschwindigkeit in Relation zur Sichtweite die Folge. Auch die nebelbedingte Feuchte der Fahrbahn kann zu gefährlichen Situationen führen, da die Bremsverzögerung herabgesetzt wird. Bei schwerwiegenden Unfällen traten meistens alle Faktoren zusammen auf, oft auch mit nebelunabhängigen Beeinträchtigungen wie Übermüdung, Zeitdruck oder Alkoholeinfluss, wodurch sich das <a href="Unfallrisiko" class="mw-redirect" title="Unfallrisiko">Unfallrisiko</a> entsprechend erhöht. Aus diesem Grunde ist vor allem eine starke Reduktion der Geschwindigkeit und damit des Anhaltewegs erforderlich, wobei dieser zur Sicherheit weniger als die Hälfte der Sichtweite betragen sollte.
</p><p>Um die Gefahren zu verringern, wurden mittlerweile auch Sensoren entwickelt und in Serie gebracht, die per Radar in Fahrtrichtung auch durch Nebelwände hindurch Hindernisse erkennen können. Das Tempo der Fahrt sollte deshalb zwar nicht gesteigert werden, aber der Fahrer kann sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bereits darauf verlassen rechtzeitig gewarnt zu werden, so dass er per Bremsung schadenfrei zum Stillstand kommt oder zumindest einen wesentlich sanfteren Aufprall erleidet. In städtischen Umgebungen oder auch in Tunneln sind diese Sensoren jedoch nur bedingt funktionsfähig, da hier generell zu viele störende Funk-Reflexionen auftreten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Schifffahrt">Schifffahrt</h4></div>
<p>Bei Schiffen haben sich <a href="Radar" title="Radar">Radar</a>anlagen bewährt, wobei Nebel in der Vergangenheit mehrmals zu schwerwiegenden Kollisionen führte. Dieses zog nach sich, dass vor allem der Schiffsverkehr oft völlig zum Erliegen kam. Gerade bei Schiffen und Flugzeugen ohne entsprechende Technologie besteht die nebelbedingte Kollisionsgefahr allerdings nach wie vor.
</p><p>Eine besondere Gefahr geht für die Sportschifffahrt von bodennahem Nebel aus. Während kleine Sportboote vom Nebel verhüllt sind, ragen Großschiffe teils über die Nebelschicht hinaus, nehmen diesen nicht als größere Behinderung wahr und fahren deshalb mit unverminderter Geschwindigkeit. Zusammen mit dem geringen <a href="Radarquerschnitt" title="Radarquerschnitt">Radarecho</a> von Sportbooten ergibt sich dadurch insbesondere in viel befahrenen Fahrwassern (z. B. <a href="Gro%C3%9Fer_Belt" title="Großer Belt">Großer Belt</a>) eine erhebliche Gefahr.
</p><p>Eine bedeutende Katastrophe, bei der Nebel wohl eine der Hauptursache darstellte, war die Kollision der Schiffe <i><a href="Andrea_Doria_(Schiff%2C_1953)" title="Andrea Doria (Schiff, 1953)">Andrea Doria</a></i> und <i><a href="Stockholm_(Schiff%2C_1948)" title="Stockholm (Schiff, 1948)">Stockholm</a></i> im Jahr 1956, bei der 52 Menschen starben. Neben diesen eher seltenen Ereignissen steht jedoch der wirtschaftliche Schaden im Vordergrund, da eine Einstellung oder zumindest Verlangsamung des Schiffsverkehrs erhebliche finanzielle Belastungen zur Folge hat.
</p><p>Um eine möglichst sichere Navigation zu ermöglichen, müssen Schiffe bei geringen Sichtweiten <a href="Schallsignal_(Schifffahrt)" title="Schallsignal (Schifffahrt)">Schallsignale</a> abgeben, und <a href="Seezeichen" class="mw-redirect" title="Seezeichen">Seezeichen</a> wie Leuchttürme und Tonnen geben Nebelsignale, wofür <a href="Nebelhorn" title="Nebelhorn">Nebelhörner</a>, <a href="Heultonne" title="Heultonne">Heultonnen</a>, <a href="Nebelglocke" title="Nebelglocke">Nebelglocken</a> und Nebel<a href="Gong" title="Gong">gongs</a> verwendet werden. Wichtige küstennahe Schifffahrtstraßen werden außerdem von landgestützten Radaranlagen überwacht.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Luftfahrt">Luftfahrt</h4></div>
<p>Die Luftfahrt setzt schon seit dem zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts stark auf Radar und konnte damit schon sehr früh zumindest assistierend vom Boden aus den Piloten Hilfestellung geben. Mittlerweile ist die Zahl der Radar-Einheiten zur Beherrschung von Nebel, Wolken und anderen sichtbehindernden Effekten in einem heutigen Langstreckenflugzeug an der Grenze zur Zweistelligkeit angekommen. Kleinflugzeuge fliegen jedoch auch weiterhin in der Mehrzahl rein nach <a href="Sichtflug" title="Sichtflug">Sichtflug</a>bedingungen und müssen Nebel deswegen auch weiterhin stark berücksichtigen.
</p><p>Im Luftverkehr erschwert Nebel damit heute zwar weniger den Flugverkehr selbst, hat jedoch erhebliche Folgen, wenn er auf Flugplätzen eine Sichtweite von etwa 1,2 Kilometern unterschreitet. Starts sind prinzipiell möglich, jedoch ist das Risiko größer. Zwar ist es auf allen <a href="Verkehrsflughafen" class="mw-redirect" title="Verkehrsflughafen">Verkehrsflughäfen</a> möglich, per <a href="Instrumentenlandesystem" title="Instrumentenlandesystem">Instrumentenlandesystem</a> ein Flugzeug auf den Boden zu bringen, jedoch behält man sich als letzte Sicherheit die visuelle Kontrolle von <a href="Befeuerung_(Luftfahrt)" title="Befeuerung (Luftfahrt)">Befeuerung</a> und Landebahn durch den Piloten vor. Tritt starker Nebel auf, so kann dieses bis zum zeitweiligen Ausfall des gesamten Flughafens führen. Flugzeuge müssen umgeleitet werden und allenfalls unausweichliche Landungen, zum Beispiel wegen Treibstoffmangels, werden dann noch gewagt. Der <a href="Flughafen_M%C3%BCnchen" title="Flughafen München">Franz-Josef-Strauß-Flughafen</a> im <a href="Erdinger_Moos" title="Erdinger Moos">Erdinger Moos</a>, einem ehemaligen Moor und potentiellen Nebel-Gebiet in der Nähe von München, ist ein Beispiel für einen Flugplatz, der häufiger durch Nebel beeinträchtigt wird. Auch wenn die tatsächlichen Ausfallzeiten, schon alleine aufgrund der Größe der Anlage, noch erträglich klein sind, so zeigt sich hier, welche Bedeutung allein schon die bauliche Planung derartig nebelempfindlicher Anlagen besitzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Raumfahrt_und_Diverses">Raumfahrt und Diverses</h4></div>
<p>Auch in ähnlichen Situationen kann Nebel von Bedeutung sein, so zum Beispiel bei militärischen Operationen, Rettungsmissionen oder für Betrieb eines <a href="Weltraumbahnhof" title="Weltraumbahnhof">Weltraumbahnhofs</a>. So mussten beispielsweise die Starts von Shuttlemissionen von Cap Canaveral des Öfteren aufgrund von Nebel verschoben werden. Auch die <a href="Operation_Overlord" title="Operation Overlord">Landung in der Normandie</a> 1944 oder der Einsatz von UN-Truppen in <a href="Tuzla" title="Tuzla">Tuzla</a> 1995 wurde durch nebliges Wetter verzögert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Umweltverschmutzung_und_Schadstoffausbreitung">Umweltverschmutzung und Schadstoffausbreitung</h3></div>
<p>Nebel besteht zwar aus Wassertröpfchen, doch handelt es sich dabei keineswegs um reines Wasser. Es kann eine Vielzahl von Stoffen in ihm gelöst sein, für die der Nebel bzw. dessen Tröpfchen ein Verbreitungsmedium darstellt. So hatte Nebel in Kombination mit schwerer <a href="Luftverschmutzung" title="Luftverschmutzung">Luftverschmutzung</a> einen wichtigen Anteil an Smog-Katastrophen wie 1930 in Belgien, 1948 in Pennsylvania und besonders <a href="Smog-Katastrophe_in_London_1952" title="Smog-Katastrophe in London 1952">1952 in London</a>. Er stellt jedoch auch unabhängig von derlei Extremereignissen ein Problem dar, zum Beispiel in Kombination mit Öl- und Waldbränden. Dabei werden durch diese Schadstoffe oft erst die Kondensationskerne zur Verfügung gestellt, an denen sich der Nebel bilden kann, was auch der wesentliche Grund ist, weshalb sich London in der Vergangenheit besonders nebelreich zeigte. Der Übergang zum trockenen Dunst ist dabei in vielen Fällen fließend.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Künstliche_Nebelbeeinflussung"><span id="K.C3.BCnstliche_Nebelbeeinflussung"></span>Künstliche Nebelbeeinflussung</h3></div>
<p>Der in Fragen der Verkehrssicherheit aber auch in Bezug auf Freiluftveranstaltungen unerwünschte Nebel wird in besonderen Fällen durch technische wie chemische Verfahren beseitigt, insofern der hierfür nötige Aufwand verhältnismäßig erscheint. Die Verfahren sind dabei zwar vielfältig, zeichnen sich jedoch meistens durch hohe Kosten und eine geringe Effektivität aus. Die Nebelbeseitigung ist daher allgemein ein sehr aufwändiges und kostspieliges Unterfangen, weshalb sie nur in Sonderfällen Anwendung findet und auch in diesen immer seltener wird.
</p>
<p>Ein heute kaum noch angewandtes Verfahren ist die Pistenheizung, also die schlichte Erwärmung der Landebahnen eines Flughafens, um durch die dann höheren Temperaturen der Luft in Bodennähe eine Auflösung des Nebels zu erreichen. Dieses ist nur bei einer geringen Mächtigkeit des Nebels und gleichzeitig niedrigen Windgeschwindigkeiten erfolgversprechend, wird aber aufgrund der hohen Energiekosten heute kaum noch angewandt. Eine andere Möglichkeit geht genau den entgegengesetzten Weg, indem man versucht, die Tröpfchengrößen innerhalb des Nebels so weit zu erhöhen, dass dieser ausregnet. Dazu setzt man flüssiges bzw. festes <a href="Propan" title="Propan">Propan</a> oder <a href="Kohlenstoffdioxid" title="Kohlenstoffdioxid">Kohlenstoffdioxid</a> ein, die über ihre Verdunstungswärme eine Reduktion der Lufttemperaturen und dadurch verstärkte Kondensation bzw. Resublimation bedingen. Dieses ist wiederum nur bei Temperaturen unter etwa 0 °C mit vertretbarem Aufwand möglich. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Luftschichten zu durchmischen und dadurch die Inversion aufzulösen, was meistens über Hubschrauber umgesetzt wird. Deren Wirkungsbereich ist jedoch sehr gering und die Wirksamkeit einer solchen Methode daher auch meistens auf kurze Zeiträume begrenzt.
</p><p>Grundsätzlich zeigt sich, dass Maßnahmen zur Nebelbeseitigung immer nur begrenzt erfolgreich sein können und auch nur da sinnvoll sind, wo durch Nebel außerordentlich starke Kosten bzw. Gefahren entstehen. Eine flächendeckende Nebelbeseitigung auf Straßen bzw. auch nur Autobahnen ist daher von vornherein unverhältnismäßig. Hier kann neben einer angepassten Fahrweise seitens der Verkehrsteilnehmer nur eine entsprechend sensible Verkehrswegeplanung sowie langfristige Wasserhaushaltsmaßnahmen Abhilfe schaffen, also eine Nebelvermeidung. Daher eignen sich auch von Kaltlufteinschlüssen geprägte Grundstücke wie Senken wenig für nebelsensible Anlagen, ebenso wie Standorte mit häufigen Advektionsnebeln.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kunstnebel">Kunstnebel</h4></div>
<p>Künstlich lässt sich Nebel entweder durch gezielte <a href="%C3%9Cbers%C3%A4ttigung" title="Übersättigung">Übersättigung</a> von Luft mit Wasser herstellen oder direkt durch feines Versprühen von Flüssigkeit (Sprühnebel). Der meiste künstlich erzeugte Nebel oder besser Dunst ist dabei ein Nebenprodukt mit geringer Überlebensdauer. Gerade im Winter führen die meistens warmen Abgase von Fabriken und Fahrzeugen zur Bildung kleinerer Nebelmengen, die jedoch im Regelfall sehr schnell wieder verdunsten. Will man Nebel dagegen absichtlich erzeugen, verwendet man meistens <a href="Nebelmaschine" title="Nebelmaschine">Nebelmaschinen</a>.
Derartiger Kunstnebel wird in der Theater- und Veranstaltungstechnik auf verschiedene Arten erzeugt. Je nach der gewünschten Beschaffenheit des Nebels werden verschiedene Techniken und Maschinen verwendet:
</p>
<ul><li>feiner Dunst, um die Lichtkegel von Scheinwerfern besser sichtbar zu machen, sogenannter <i><a href="Hazer" title="Hazer">Haze</a></i>;</li>
<li>dichter Effektnebel, meistens punktuell und kurzzeitig eingesetzt;</li>
<li>Bodennebel für einen dichten Nebelteppich in Bodennähe.</li></ul>
<p>Eine wissenschaftliche Anwendung künstlichen Nebels ist die <a href="Nebelkammer" title="Nebelkammer">Nebelkammer</a>. Diese nutzt aus, dass <a href="Ionisierende_Strahlung" title="Ionisierende Strahlung">ionisierende Strahlung</a> <a href="Kondensationskeim" class="mw-redirect" title="Kondensationskeim">Kondensationskeime</a> bildet, an denen sich besonders viele Wassertröpfchen bilden. Schnell durchfliegende Teilchen erzeugen dadurch entlang ihrer Flugbahn einen Streifen dichteren Nebels. Die Teilchen werden durch ein <a href="Magnetfeld" class="mw-redirect" title="Magnetfeld">Magnetfeld</a> unterschiedlich abgelenkt, so dass sie anhand ihrer Flugbahn identifiziert werden können.
</p><p>Während des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> wurden sogenannte <a href="Nebels%C3%A4ure" title="Nebelsäure">Nebelsäuren</a> dazu eingesetzt, künstliche Nebel zum Schutz von Fabriken oder militärischen Anlagen gegen Luftangriffe zu erzeugen. Auch dienten sie als <i><a href="Kampfstoff" class="mw-redirect" title="Kampfstoff">Kampfstoffe</a> mit Nebelwirkung</i>.
</p><p>Beim Militär gibt es sogenannte Nebelkerzen; das sind <a href="Rauchgranate" title="Rauchgranate">Rauchgranaten</a>, die eine starke Rauch- oder Nebelwirkung erzeugen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weinbau">Weinbau</h3></div>
<p>Nebel ist auch in der <a href="Wein" title="Wein">Weinbereitung</a> von Bedeutung. So ergießt sich beispielsweise der wärmere Fluss <a href="Ciron_(Fluss)" title="Ciron (Fluss)">Ciron</a> südöstlich von <a href="Bordeaux" title="Bordeaux">Bordeaux</a> in die kühlere <a href="Garonne" title="Garonne">Garonne</a> und erzeugt dabei in den Monaten Oktober und November einen Nebel, der das Wachstum des Pilzes <i><a href="Botrytis_cinerea" class="mw-redirect" title="Botrytis cinerea">Botrytis cinerea</a></i> fördert. Dieser löchert die Beerenhäute der Trauben, wodurch aus diesen Wasser austritt und somit ihre Süße konzentriert. Dieses ist für die Weine aus <a href="Sauternes" title="Sauternes">Sauternes</a> wichtig, deren prominentester Vertreter der Wein vom <a href="Ch%C3%A2teau_d%E2%80%99Yquem" title="Château d’Yquem">Château d’Yquem</a> ist.
</p><p>Weiterhin führt Nebel auch zur Abmilderung des Klimas durch die Erhöhung der Wärmekapazität der Luft, was Weintrauben vor dem Erfrieren schützen kann. Es findet sogar regelrecht ein Wärmetransport aus Flussniederungen an die exponierten Höhenlagen der Weinberge statt. Auch wird bei Anwesenheit von Nebel durch <a href="Kondensation" title="Kondensation">Kondensation</a> und <a href="Reif_(Niederschlag)" title="Reif (Niederschlag)">Reif</a>-Bildung aus Nebel sehr viel Energie frei, so dass die Temperaturen im Inneren der Trauben noch länger oberhalb oder an der Null-Grad-Grenze verweilen, bei der Wasser gefriert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einteilung_im_Schema_der_chemischen_Stoffe">Einteilung im Schema der chemischen Stoffe</h2></div>
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<table class="wikitable float-right">
<tbody><tr>
<th>Nebel in der schematischen Einteilung der Stoffe
</th></tr>
<tr>
<td style="padding-right:0"><div class="treeview horrizontalBranch" style="width:470px;height:370px;">
<div style="left:173px;"><a href="Substanz#Naturwissenschaften" title="Substanz">Stoff</a></div>
<table style="left:90px; top:35px">
<tbody><tr>
<td style="border-right: 3px solid gray; width:83px; height:15px;">
</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td style="border-left: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; width:83px; height:15px;">
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; width:80px; height:15px;">
</td></tr></tbody></table>
<div style="left:90px; top:70px;"><a href="Reinstoff" title="Reinstoff">Reinstoff</a></div>
<div style="left:256px; top:70px;"><a href="Gemisch" title="Gemisch">Gemisch</a></div>
<table style="left:30px; top:105px">
<tbody><tr>
<td style="border-right: 3px solid gray; width:57px; height:15px;">
</td>
<td></td>
<td>
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; width:36px; height:15px;">
</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td style="border-left: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; height:15px;">
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; width:30px; height:15px;">
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; width:84px; height:15px;">
</td>
<td style="border-top: 3px solid gray; width:43px; height:15px;">
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; width:50px; height:15px;">
</td></tr></tbody></table>
<div style="left:30px; top:140px;"><a href="Chemisches_Element" title="Chemisches Element">Element</a></div>
<div style="left:123px; top:140px;"><a href="Chemische_Verbindung" title="Chemische Verbindung">Verbindung</a></div>
<div style="left:210px; top:140px;"><a href="L%C3%B6sung_(Chemie)" title="Lösung (Chemie)">Lösung</a></div>
<div style="left:310px; top:140px;"><a href="Dispersion_(Chemie)" title="Dispersion (Chemie)">Dispersion</a><br>(auch <a href="Kolloid" title="Kolloid">Kolloid</a>)</div>
<table style="left:110px; top:198px">
<tbody><tr>
<td style="border-right: 3px solid gray; width:197px; height:15px;">
</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td style="border-left: 3px solid gray; border-right: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; height:15px;">
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; width:117px; height:15px;">
</td></tr></tbody></table>
<div style="left:110px; top:234px;"><a href="Aerosol" title="Aerosol">Aerosol</a></div>
<div style="left:310px; top:234px;">disperse<br><a href="Fl%C3%BCssigkeit" title="Flüssigkeit">Flüssigkeit</a></div>
<div style="left:430px; top:234px;">disperser<br><a href="Festk%C3%B6rper" title="Festkörper">Feststoff</a></div>
<table style="left:80px; top:269px">
<tbody><tr>
<td style="border-right: 3px solid gray; width:27px; height:20px;">
</td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td style="border-right: 3px solid gray;height:15px;">
</td>
<td></td>
<td>
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray;height:15px;">
</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td style="border-left: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; height:15px;">
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; width:30px;">
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; width:80px">
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; width:77px;">
</td>
<td style="border-right: 3px solid gray; border-top: 3px solid gray; width:87px;">
</td></tr></tbody></table>
<div style="left:80px; top:326px;"><a class="mw-selflink selflink">Nebel</a></div>
<div style="left:150px; top:326px;"><a href="Rauch" title="Rauch">Rauch</a></div>
<div style="left:230px; top:326px;"><a href="Schaum" title="Schaum">Schaum</a></div>
<div style="left:310px; top:326px;"><a href="Emulsion" title="Emulsion">Emulsion</a></div>
<div style="left:400px; top:326px;"><a href="Suspension_(Chemie)" title="Suspension (Chemie)">Suspension</a></div></div>
</td></tr></tbody></table>
<p>Als Fachbegriff bezeichnet Nebel in der Chemie ganz allgemein eine Nichtlösung von Flüssigkeiten in einem Gas. Die einzelnen Partikel sind dabei jedoch als mikroskopisch zu betrachten. Bei größeren Partikel kommt es hingegen zu einer schnellen Entmischung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Raureif" title="Raureif">Raureif</a></li>
<li><a href="Wrasen" title="Wrasen">Wrasen</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="American_Meteorological_Society" title="American Meteorological Society">American Meteorological Society</a> (Hrsg.): <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Glossary of Meteorology</cite>. Boston 1959 (englisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://amsglossary.allenpress.com/glossary/">amsglossary.allenpress.com</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nebel&rft.btitle=Glossary+of+Meteorology&rft.date=1959&rft.genre=book&rft.place=Boston" style="display:none"> </span></li>
<li><a href="Hans_H%C3%A4ckel" title="Hans Häckel">Hans Häckel</a>: <cite style="font-style:italic">Meteorologie</cite>. In: <cite style="font-style:italic">UTB 1338</cite>. 6., korrigierte Auflage. Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-1338-1.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nebel&rft.atitle=Meteorologie&rft.au=Hans+H%C3%A4ckel&rft.btitle=UTB+1338&rft.date=2008&rft.edition=6.%2C+korrigierte&rft.genre=book&rft.isbn=9783825213381&rft.place=Stuttgart&rft.pub=Ulmer" style="display:none"> </span></li>
<li><a href="James_R._Holton" title="James R. Holton">James R. Holton</a>, Judith A. Curry, J. A. Pyle, Thomson Gale: <cite class="lang" lang="en" dir="auto" style="font-style:italic">Encyclopedia of Atmospheric Sciences</cite>. Academic Press, San Diego / London / Amsterdam / Boston 2003, ISBN 0-12-227090-8 (englisch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nebel&rft.au=James+R.+Holton%2C+Judith+A.+Curry%2C+J.+A.+Pyle%2C+...&rft.btitle=Encyclopedia+of+Atmospheric+Sciences&rft.date=2003&rft.genre=book&rft.isbn=0122270908&rft.place=San+Diego+%2F+London+%2F+Amsterdam+%2F+Boston&rft.pub=Academic+Press" style="display:none"> </span></li>
<li>Horst Malberg: <cite style="font-style:italic">Meteorologie und Klimatologie</cite>. Eine Einführung. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. Springer, Berlin / Heidelberg / New York 2007, ISBN 978-3-540-37219-6 (Erstausgabe: 1985).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nebel&rft.au=Horst+Malberg&rft.btitle=Meteorologie+und+Klimatologie&rft.date=2007&rft.edition=5.%2C+aktualisierte+und+erweiterte&rft.genre=book&rft.isbn=9783540372196&rft.place=Berlin+%2F+Heidelberg+%2F+New+York&rft.pub=Springer" style="display:none"> </span></li>
<li>Sighard F. Hoerner: <cite style="font-style:italic">Fluid Dynamic Drag</cite>. Eigenverlag, 1964.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nebel&rft.au=Sighard+F.+Hoerner&rft.btitle=Fluid+Dynamic+Drag&rft.date=1964&rft.genre=book&rft.pub=Eigenverlag" style="display:none"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Fog?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Nebel</a></span></b> – Album mit Bildern und Videos</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Nebel" class="extiw external" title="q:Nebel">Wikiquote: Nebel</a></b> – Zitate </div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Nebel" class="extiw external" title="s:Nebel">Wikisource: Nebel</a></b> – Quellen und Volltexte</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Nebel" class="extiw external" title="wikt:Nebel">Wiktionary: Nebel</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4041483-8">Literatur von und über Nebel</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Kluge: <i><a href="Etymologisches_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache">Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache</a>.</i> Bearbeitet von Elmar Seebold. 25. durchgesehene und erweiterte Auflage, Berlin/Boston 2011.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dwds.de/wb/nebel"><i>nebel.</i></a> In: <i><a href="Digitales_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache">Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache</a>.</i><span class="editoronly" style="display:none;"></span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160304121244/https://www.wien.gv.at/kontakte/ma22/studien/pdf/bericht-87.pdf"><i>Wiener Luftgütebericht 1987–1998.</i></a> (PDF) In: <i>wien.gv.at.</i> <a href="Stadt_Wien" class="mw-redirect" title="Stadt Wien">Stadt Wien</a>, <a href="MA_22" class="mw-redirect" title="MA 22">MA 22</a>, <span style="white-space:nowrap;">S. 24f</span>, archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=https%3A%2F%2Fwww.wien.gv.at%2Fkontakte%2Fma22%2Fstudien%2Fpdf%2Fbericht-87.pdf">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">4. März 2016</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 3. Januar 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ANebel&rft.title=Wiener+Luftg%C3%BCtebericht+1987%E2%80%931998&rft.description=Wiener+Luftg%C3%BCtebericht+1987%E2%80%931998&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20160304121244%2Fhttps%3A%2F%2Fwww.wien.gv.at%2Fkontakte%2Fma22%2Fstudien%2Fpdf%2Fbericht-87.pdf&rft.publisher=%5B%5BStadt+Wien%5D%5D%2C+%5B%5BMA+22%5D%5D&rft.source=https://www.wien.gv.at/kontakte/ma22/studien/pdf/bericht-87.pdf"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Gottfried Hoislbauer: <cite style="font-style:italic">Rindenflechten im oberösterreichischen Zentralraum und ihre Abhängigkeit von Umwelteinflüssen</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Stapfia</cite>. 1979, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>12</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zobodat.at/pdf/STAPFIA_0005_0001-0069.pdf">zobodat.at</a> [PDF; abgerufen am 3. Januar 2016]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nebel&rft.atitle=Rindenflechten+im+ober%C3%B6sterreichischen+Zentralraum+und+ihre+Abh%C3%A4ngigkeit+von+Umwelteinfl%C3%BCssen&rft.au=Gottfried+Hoislbauer&rft.btitle=Stapfia&rft.date=1979&rft.genre=book&rft.pages=12" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">WSA Bremerhaven: <i>Verkehrszentrale.</i> 5. Mai 2009, ehemals im <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.wsa-bremerhaven.de%2Fverkehrswesen%2Fverkehrszentrale%2Findex.html">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar)<span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 5. November 2009</span>.<span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://deadurl.invalid/http://www.wsa-bremerhaven.de/verkehrswesen/verkehrszentrale/index.html">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.wsa-bremerhaven.de/verkehrswesen/verkehrszentrale/index.html">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/www.wsa-bremerhaven.de</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://www.wsa-bremerhaven.de/verkehrswesen/verkehrszentrale/index.html">Suche in Webarchiven</a>)</small></span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ANebel&rft.title=Verkehrszentrale&rft.description=Verkehrszentrale&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.wsa-bremerhaven.de%2Fverkehrswesen%2Fverkehrszentrale%2Findex.html&rft.creator=WSA+Bremerhaven&rft.date=2009-05-05"> </span></span>
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